Sonderausstellungen

Aktuell

Noch bis zum 19. April 2020:
„Diese Katze ist die Sonne selbst. Am Anfang gegenseitiger Begegnung.“
Eine Ausstellung des Liechtensteinischen Landesmuseums.


Ab dem 15. November 2019 zeigt das Museum Quintana – Archäologie in Künzing eine Sonderausstellung des Liechtensteinischen Landesmuseums. Die Ausstellung „Diese Katze ist die Sonne selbst“ ist einem ganz besonderen Thema gewidmet, zu dem in Museen nur selten Ausstellungen gezeigt werden. Es geht um das beliebteste aller Haustiere, die Katze, und die Spuren, die sie in unserer Kultur hinterlassen hat.

Kuratiert wurde die Ausstellung vom Direktor des Liechtensteinischen Landesmuseums, Prof. Dr. Rainer Vollkommer und dem Ägyptologen Dr. Wolfgang Wettengel, der u.a. auch die berühmte Tutanchamun-Ausstellung wissenschaftlich betreut hat. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt entsprechend auf der Zeit des alten Ägyptens. Originale Bronzestatuetten aus der Sammlung des Ägytischen Museums – Georg Steindorff – der Universität Leipzig zeigen anschaulich die Verehrung der Katze in Gestalt der Göttinnen Bastet und Sachmet in der ägyptischen Antike.

Weitere Highlights bilden Katzenbilder des berühmten chinesischen Künstlers Han Meilin, der die Maskottchen für die Olympischen Sommerspiele in Peking entworfen hat. Darüber hinaus wird auch die bei uns heute wieder heimische wilde Verwandte der Katze, die Wildkatze, Thema der Ausstellung sein.

Eine besondere Gelegenheit bietet die Ausstellung für Katzenfreunde aus der Region. Sie haben die einmalige Chance bis 9.Oktober  Fotos ihrer vierbeinigen Mitbewohner dem Museum zuzusenden, die dann in der Ausstellung auf einer großen Leinwand gezeigt werden.

Vorschau

„Archäologische Zeitreise – PLAYMOBIL-Sammlung Oliver Schaffer“ (29.05.-27.09.2020)

PLAYMOBIL ist seit 1974 nicht mehr aus den Kinderzimmern wegzudenken. Die stets freundlich lächelnden Figuren regen dabei nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene zum Gestalten und Sammeln an.

Oliver Schaffer besitzt Deutschlands größte PLAYMOBIL-Sammlung. Mehr als 100.000 Figuren und über 1.000 000 Einzelteile nennt er sein Eigen. Als Ausstellungsmacher gestaltete er beeindruckende Schaulandschaften aus PLAYMOBIL-Spielzeug. Seine Sammlung war sogar schon im Louvre zu sehen.

Ab Mai 2020 werden Teile von Oliver Schaffers Sammlung zum ersten Mal überhaupt in Bayern zu sehen sein!

Im Museum Quintana – Archäologie in Künzing können dann kleine wie große Besucher auf Zeitreise gehen: Angefangen von den Dinosauriern über die Römerzeit bis zum Mittelalter wird die Vergangenheit mit PLAYMOBIL zu neuem Leben erweckt. Und natürlich darf auch gespielt werden!

Vergangene Sonderausstellungen

„Römische Donauperlen – Kastelle, Wachtürme und Siedlungen am Donaulimes auf dem Weg zum Welterbe“ (9. April bis 28. April 2019)

Die Ausstellung widmet sich den wichtigsten römischen Plätzen entlang der Donau, die über Jahrhunderte die Nordgrenze des Römischen Reiches bildete. Seit mehreren Jahren arbeiten Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn daran, dass auch der sogenannte “Donaulimes” zum Weltkulturerbe erklärt wird. Die Bewerbung für das UNESCO-Welterbe, die auch das Amphitheater in Künzing sowie Teile der Siedlung des römischen Kastells Quintana umfasst, wurde im Januar 2018 eingereicht. Eine Entscheidung wird im Sommer 2019 erwartet. Anlässlich dieser Sonderausstellung werden im Museum Quintana erstmals einzigartige Funde aus dem Künzinger Amphitheater für die Öffentlichkeit präsentiert.

“Römische Donauperlen” ist eine Sonderausstellung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Dienststelle Regensburg.

„Orakel. Antike blickt in die Zukunft“ (28. September 2018 bis 31. März 2019)

Die Sonderausstellung „Orakel. Antike blickt in die Zukunft“ beschäftigt sich mit den Orakeln der griechisch-römischen Welt. Wo immer in diesem Kulturkreis ein Blick in die Zukunft unternommen werden sollte, wurden die Götter in Orakeln in verschiedenster Form und an den unterschiedlichsten Orten befragt.

Wer von uns würde nicht gerne in die Zukunft blicken? Die moderne Gesellschaft stimmt jedoch allgemein darin überein,  dass dies nicht möglich ist. Ja, mehr denn je sind wir überzeugt, dass die Menschheit selbst für ihre Entwicklungen verantwortlich ist und somit eigentlich auch ihre Zukunft bestimmt. Das war nicht zu allen Zeiten so. Der antike Umgang mit dem Blick in die Zukunft unterscheidet sich von modernen Sichtweisen deutlich. Viele Kulturen der Vergangenheit waren überzeugt, dass göttlicher Wille das Weltgeschehen bestimmt. Daher wurden, wo auch immer ein Blick in die Zukunft unternommen werden sollte, die Götter befragt. Hierzu dienten Orakel in verschiedenster Form und an den unterschiedlichsten Orten.

Für „Orakel“ standen verschiedenste Vorhersagetechniken zur Verfügung. Neben der berühmten Priesterin Pythia in Delphi oder den an unterschiedlichen Orten wohnenden weisen Frauen, den Sibyllen, sind es auch die Vorhersagen aus der Beobachtung des Vogelflugs, aus der Betrachtung der Eingeweide der Opfertiere usw., die an dieser Stelle vorgestellt werden. Tatsächlich sind nur die bedeutenden Orakelanfragen in die Geschichtsschreibung eingegangen. Es muss daher mit einer Wissenslücke gerechnet werden, die sich nur in kleinen Teilbereichen durch archäologische Funde etwa von kleinen Bleiblättchen mit Orakellosungen schließen lässt. Jeder Besucher kann zudem mit dem bekannten „Pythagoras-Orakel“ auf antike Weise in die eigene Zukunft blicken.

„Schild und Schwert. Römische Waffentechnik und Schmiedekunst“ (6. Oktober 2017 bis 20. April 2018)

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Die Erlebnis-Ausstellung „Schild und Schwert. Römische Waffentechnik und Schmiedekunst“, ist als Ergänzung zur Dauerausstellung der Abteilung Römer konzipiert. Gezeigt werden bunte Dioramen mit verschiedenen römischen Heeresabteilungen und zahlreichen Repliken zum Anfassen. Auf Augenhöhe begegnet der Besucher den Legionären in Lebensgröße, Figuren von Graham Sumner, einem renommierten Grafiker und Fachmann im Bereich der römischen Militärbekleidung. Wissenschaftlich fundiert fordert er in diesen Darstellungen das durch Hollywood geprägte Bild vom römischen Soldaten heraus.

In der auf das Detail hin angelegten Ausstellung über die Bewaffnung des römischen Heeres geht es um die vielen Einzelheiten der Ausrüstung mit ihren zeitgebundenen Veränderungen. Originalgetreue Repliken ermuntern dazu, in die Haut eines römischen Soldaten zu schlüpfen und alles am eigenen Leib einmal auszuprobieren: Im Training Holzgladius und Weidenschild am Holzpfahl, im Anlegen der schweren Rüstung, im mühsamen Schleppen des Marschgepäcks. Beim Anfassen kann  jeder die unterschiedliche Härte verschiedener Stahlarten spüren.

Besonderes Augenmerk wird auf die Technik der Herstellung der römischen Waffen gelegt.  Die oftmals gestellte Frage: „Wie haben die das denn gemacht“ wird hier anschaulich beantwortet. Unter dem Mikroskop (1:10) können Rüstungen in ihrem Aufbau untersucht werden. Deutlich wird auch der unglaubliche Energie-Bedarf bei der Herstellung des hochgehärteten Eisens der römischen Waffen, der die Landschaft damals veränderte und zu einer Luftverschmutzung führte, die erst wieder in der frühen Zeit der Industrialisierung erreicht wurde.

Diese Ausstellung wurde durch Mules-of-Marius.de erstellt und wird in Kooperation mit Mules-of-Marius.de im Museum Quintana präsentiert.

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„Grüner Klee und Dynamit. Der Stickstoff und das Leben“ (28. April bis 30. Juli 2017)

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Die Sonderausstellung „Grüner Klee und Dynamit – Der Stickstoff und das Leben“ erzählt die Geschichte des Stickstoffs mit vielen einzigartigen Exponaten. Sie erläutert die biologische Bedeutung des Stickstoffs, seine ökologische Problematik, aber auch seine politische Relevanz. Mittelalterliche Ateliers der Alchemisten und Salpeterer werden reizvoll kontrastiert durch moderne Hochtechnologie. Viele interaktive Elemente machen den Stoff und seine Geschichte begreifbar.

Die Haber-Bosch-Synthese, mit der seit 100 Jahren Stickstoffdünger aus Luft und Erdgas hergestellt wird, aber auch Sprengstoffe, wird oft als wichtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Warum dies zu Recht behauptet werden darf, dies erfährt man in der Ausstellung. Die Ausstellung zeigt, dass die Geschichte des Stickstoffs immer mehr vom Menschen geprägt wird. Und auch die Zukunft wird von uns abhängen, von unserer technischen Phantasie und von unserem politischen Mut. Während es vor 100 Jahren darum ging, Grenzen zu überwinden, wird es in Zukunft auch darum gehen, dass wir uns selbst Grenzen setzen: dort nämlich, wo die natürlichen Grenzen aufgehoben wurden.

In „Grüner Klee und Dynamit – Der Stickstoff und das Leben“ werden die Besucher auf die spannende Reise durch die Geschichte des Stickstoffs mitgenommen. Dabei können sie diesen außergewöhnlichen Stoff in all seinen Facetten erleben. Besucher aller Altersgruppen erfahren auf unterhaltsame Art neben Bekanntem viele neue Aspekte, positive wie negative, dieses allgegenwärtigen Stoffes und werden zum Mitmachen wie zum Nachdenken angeregt.

Diese Wanderausstellung wurde vom Wissenschaftzentrum Umwelt der Univeristät Augsburg erstellt.

„Kakao & Schokolade – Mitmachausstellung“ (6. Juni 2016 bis 9. Januar 2017)

KiMuKakao&Schoko2Für Kinder ist sie meist ein ganz besonderes Vergnügen: Die Schokolade! Gerade die Kleinen wissen aber oft nur wenig über die Herkunft und Herstellung der süßen Leckerei.Die kleinen und großen Besucher haben die Gelegenheit in der Sonderausstellung „Kakao & Schokolade“ Spannendes und Wissenswertes aus der Welt der Schokolade zu entdecken.

Die „Reise“ beginnt im tropischen Regenwald. Die Kinder erfahren, dass dieser sich wie ein Gürtel um den Bauch der Erde legt und Kakaobäume nur dort wachsen. Die Kakaofrüchte vermitteln einen Eindruck von der Herkunft des wichtigsten Inhaltsstoffes. Die frischen Früchte werden geöffnet und untersucht. Weiter führt uns unsere Reise auf eine afrikanische Plantage. Dort ernten die Bauern die reifen Kakaofrüchte und häufen deren Inhalt zur Fermentierung auf Bananenblätter auf. Diese werden später unter der heißen Äquatorsonne zum Trocknen auf Trockenböden ausgelegt. Was ist Fermentierung und wie sehen die Bohnen nach der Fermentierung aus?

Cortez, der spanische Eroberer, brachte 1519 die Kakaobohnen nach Europa. Welche Folgen hatte die Begegnung von “Cortez“ und “Montezuma“? Mit Hilfe eines mexikanischen Reibsteins lässt sich mit eigenen Händen erfahren, wie Kakaobohnen vor 500 Jahren verarbeitet wurden. Geröstete Kakaobohnen werden zu Pulver zerrieben und es kann auch etwas davon genascht werden. Es beginnt nach Kakao zu duften. Nach einem kurzen Einblick in die Welt Montezumas und seines speziellen Kakaorezeptes geht es weiter zur modernen Schokoladenherstellung.

KiMuNbgKakaoVon Südamerika in das Europa des 18. Jahrhundert angekommen, finden wir heraus, warum damals nur Adelige Schokolade getrunken haben. Ein weiterer Zeitsprung bringt uns in unsere moderne Zeit. In der Schokoladenwerkstatt stellen wir nun unsere eigene Schokolade her. Welche Zutaten brauchen wir dazu? Und wie wird die Schokolade süß? Hier wird gewogen, gemessen gerührt und am Ende lockt ein leckeres Ergebnis. Naschen ist natürlich erlaubt!

Wie bei allen anderen Ausstellungen des Kinder & Jugendmuseums Nürnberg wurden Konzeption und Gestaltung dieser Sonderausstellung darauf ausgerichtet, Kinder mit all ihren Sinnen anzusprechen.

Eine Ausstellung des Museums im Koffer e.v. Nürnberg & Ferrero Deutschland GmbH mit freundlicher Unterstützung durch das Infozentrum Schokolade

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„7000 Jahre Bier und Wein. Grundnahrungsmittel und Luxus“ (15. April bis 25. September 2016)

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Heute konsumieren wir Bier und Wein als selbstverständlich zur Verfügung stehende Genussmittel. Doch seit wann stellen Menschen diese alkoholischen Getränke her? Und in welchem gesellschaftlichen Umfeld wurden Sie in der Geschichte genossen? Archäologische Fundstücke aber auch zeitgenössische Quellentexte ermöglichen es, die Geschichte von Bier und Wein mehr als 7000 Jahre in die Vergangenheit zurückzuverfolgen. Nach neuesten Erkenntnissen gab das Brauen von Bier den ersten Anlass, in Mesopotamien Getreide anzubauen. Sesshaftigkeit und bäuerliche Kultur entwickelten sich hieraus und breiteten sich im Zuge der „jungsteinzeitliche Revolution“ in den Westen aus. Damit begann auch der Siegeszug des Bieres als zugleich nahrhaftes wie berauschendes Getränk.

Die Geschichte des Weinbaus ist eng mit der Entwicklung der frühen Hochkulturen verbunden. In der griechisch-römischen Antike war der Wein das höher geschätzte Getränk. Daher findet die Weinkultur der Antike ihren Höhepunkt in Griechenland und dem Römischen Reich. Mit ihr verbindet sich der Kult des Weingottes, Dionysos bzw. Bacchus. Für das Trinken von Wein wurden v. a. in Griechenland eigene Gefäßformen, wie die figürlich bemalten Trinkschalen, entwickelt. Eine ganz besondere Bedeutung erhielt das Weintrinken in den Symposien des klassischen Griechenlandes, den geselligen Abendeinladungen der staatstragenden Elite in Athen. Im Römischen Reich wurde Wein in großen Mengen produziert. Er wurde als Alltagsgetränk genossen und weltweit exportiert. Der römische Schriftsteller Plinius der Ältere zählt 165 unterschiedliche Rebsorten auf.

Die Ausstellung führt in sieben Themenbereichen durch die Entwicklung der Herstellung und die Kultur des Konsums von Bier und Wein und wird durch zahlreiche hochkarätige Ausstellungsobjekte bereichert.

Gefördert aus Mitteln des Kulturfonds Bayern 2016 und der Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern.