Sonderausstellungen

Sonderausstellung „Römische Donauperlen“

 

Sonderausstellung “Römische Donauperlen – Kastelle, Wachtürmer und Siedlungen am Donaulimes auf dem Weg zum Welterbe”

 9.4. – 28.4.2019

Das Museum Quintana – Archäologie in Künzing präsentiert vom 9. bis einschließlich 28. April im Saal des Museums Quintana die Sonderausstellung  “Römische Donauperlen – Kastelle, Wachtürme und Siedlungen am Donaulimes auf dem Weg zum Weltkulturerbe” .

Die Ausstellung widmet sich den wichtigsten römischen Plätzen entlang der Donau, die über Jahrhunderte die Nordgrenze des Römischen Reiches bildete. Seit mehreren Jahren arbeiten Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn daran, dass auch der sogenannte “Donaulimes” zum Weltkulturerbe erklärt wird. Die Bewerbung für das UNESCO-Welterbe, die auch das Amphitheater in Künzing sowie Teile der Siedlung des römischen Kastells Quintana umfasst, wurde im Januar 2018 eingereicht. Eine Entscheidung wird im Sommer 2019 erwartet. Anlässlich dieser Sonderausstellung werden im Museum Quintana erstmals einzigartige Funde aus dem Künzinger Amphitheater für die Öffentlichkeit präsentiert.

“Römische Donauperlen” ist eine Sonderausstellung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, Dienststelle Regensburg.

Die Ausstellung kann von Dienstag bis Sonntag von 10.00 – 16.00 Uhr besichtigt werden. Am letzten Tag der Sonderausstellung, am Sonntag, 28.4.2019 findet um 14.00 Uhr die Veranstaltung Archäologie und Lyrik: „(Römische) Donauperlen“ mit einer Führung durch die Sonderausstellung und einer Lesung mit Anton Halser statt.

 

Sonderausstellung  28.09. – 16.12.2018

Verlängert bis 31.03.2019!

ORAKEL. Antike blickt in die Zukunft

 

Die Sonderausstellung „Orakel. Antike blickt in die Zukunft“ beschäftigt sich mit den Orakeln der griechisch-römischen Welt. Wo immer in diesem Kulturkreis ein Blick in die Zukunft unternommen werden sollte, wurden die Götter in Orakeln in verschiedenster Form und an den unterschiedlichsten Orten befragt.

Orakelstätten in der antiken Welt

Wer von uns würde nicht gerne in die Zukunft blicken? Die moderne Gesellschaft stimmt jedoch allgemein darin überein,  dass dies nicht möglich ist. Ja, mehr denn je sind wir überzeugt, dass die Menschheit selbst für ihre Entwicklungen verantwortlich ist und somit eigentlich auch ihre Zukunft bestimmt.

Das war nicht zu allen Zeiten so. Der antike Umgang mit dem Blick in die Zukunft unterscheidet sich von modernen Sichtweisen deutlich. Viele Kulturen der Vergangenheit waren überzeugt, dass göttlicher Wille das Weltgeschehen bestimmt. Daher wurden, wo auch immer ein Blick in die Zukunft unternommen werden sollte, die Götter befragt. Hierzu dienten Orakel in verschiedenster Form und an den unterschiedlichsten Orten.

Ein besonders reizvoller Aspekt dabei ist natürlich, dass die von antiken Orakeln vorhergesagte Zukunft inzwischen Vergangenheit ist. Wir können also in mehreren Fällen bedeutender, in der Geschichtsschreibung überlieferter Orakelsprüche heute nachvollziehen, ob Orakel tatsächlich die Zukunft korrekt vorausgesagt hatten.

Für „Orakel“ standen verschiedenste Vorhersagetechniken zur Verfügung. Neben der berühmten Priesterin Pythia in Delphi oder den an unterschiedlichen Orten wohnenden weisen Frauen, den Sibyllen, sind es auch die Vorhersagen aus der Beobachtung des Vogelflugs, aus der Betrachtung der Eingeweide der Opfertiere usw., die an dieser Stelle vorgestellt werden.

Delphi, Blick auf den Apollontempel

Tatsächlich sind nur die bedeutenden Orakelanfragen in die Geschichtsschreibung eingegangen. Es muss daher mit einer Wissenslücke gerechnet werden, die sich nur in kleinen Teilbereichen durch archäologische Funde etwa von kleinen Bleiblättchen mit Orakellosungen schließen lässt.

Jeder Besucher kann zudem mit dem bekannten „Pythagoras-Orakel“ auf antike Weise in die eigene Zukunft blicken.

 

 

 

Sonderaussstellung 2. bis 31. Mai 2018 

„Miteinander. Zukunft Inklusion“ des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration

Das Museum Quintana zeigt vom 02. bis 31. Mai 2018 eine vom Ministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration erstellte Präsentation mit dem Titel „Miteinander. Zukunft Inklusion“. Dabei wird nicht nur das Thema inklusives Lernen angesprochen, sondern auch das Leben von Menschen mit Behinderung über die Schulzeit hinaus zum Thema gemacht. Inklusives Arbeiten und inklusives Wohnen stellt weitere Herausforderungen an uns alle, um diesem Personenkreis ein gleichberechtigtes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.

Inklusion ist mehr als Integration! Integration erfordert, dass sich der behinderte Mensch weitgehend den vorhandenen Gegebenheiten anpasst. Die zentrale Idee der Inklusion ist, dass Menschen mit und ohne Behinderung von Anfang an gemeinsam in allen Lebensbereichen selbstbestimmt leben und zusammenleben. Ob beim Einkaufen, am Arbeitsplatz, in der Schule, auf Veranstaltungen, in Vereinen oder im Kreis der Familie: Jeder wird von der Gesellschaft so akzeptiert, wie er ist, und kann ein Leben ohne Barrieren führen.

Die Präsentation bietet über die reine Information hinaus die Möglichkeit, sich einmal selbst in die Situation eines Menschen mit Behinderung z.B. im Sehen oder in der Bewegung zu versetzen. Wer sich die angebotenen Brillen mit unterschiedlichen Seheinschränkungen aufsetzt und versucht, das geforderte Puzzle zu bewältigen merkt schnell, wie stark unsere gewohnten Fähigkeiten vom Funktionieren aller unserer Sinne abhängt. Eine ganz neue Erfahrung bieten auch dicke Handschuhe. Über die Hand gezogen machen sie die Finger nahezu unbeweglich und lassen uns erfahren, wie schwer es sein kann, damit feinmotorisch zu greifen.

 Die Präsentation kann zu den Museumsöffnungszeiten Di bis So von 10.00 bis 17.00 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

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06.10.2017 – 20.04. 2018

SCHILD UND SCHWERT

Römische Waffentechnik und Schmiedekunst

Doppelbild Soldat centurio

Die Erlebnis-Ausstellung „Schild und Schwert. Römische Waffentechnik und Schmiedekunst“, ist als Ergänzung zur Dauerausstellung der Abteilung Römer konzipiert. Gezeigt werden bunte Dioramen mit verschiedenen römischen Heeresabteilungen und zahlreichen Repliken zum Anfassen. Auf Augenhöhe begegnet der Besucher den Legionären in Lebensgröße, Figuren von Graham Sumner, einem renommierten Grafiker und Fachmann im Bereich der römischen Militärbekleidung. Wissenschaftlich fundiert fordert er in diesen Darstellungen das durch Hollywood geprägte Bild vom römischen Soldaten heraus.

In der auf das Detail hin angelegten Ausstellung über die Bewaffnung des römischen Heeres geht es um die vielen Einzelheiten der Ausrüstung mit ihren zeitgebundenen Veränderungen.

Originalgetreue Repliken ermuntern dazu, in die Haut eines römischen Soldaten zu schlüpfen und alles am eigenen Leib einmal auszuprobieren: Im Training Holzgladius und Weidenschild am Holzpfahl, im Anlegen der schweren Rüstung, im mühsamen Schleppen des Marschgepäcks. Beim Anfassen kann  jeder die unterschiedliche Härte verschiedener Stahlarten spüren.

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Besonderes Augenmerk wird auf die Technik der Herstellung der römischen Waffen gelegt.  Die oftmals gestellte Frage: „Wie haben die das denn gemacht“ wird hier anschaulich beantwortet. Unter dem Mikroskop (1:10) können Rüstungen in ihrem Aufbau untersucht werden. Deutlich wird auch der unglaubliche Energie-Bedarf bei der Herstellung des hochgehärteten Eisens der römischen Waffen, der die Landschaft damals veränderte und zu einer Luftverschmutzung führte, die erst wieder in der frühen Zeit der Industrialisierung erreicht wurde.

Im Rahmen der Ausstellung findet am Sonntag 25.3. 2018 ein Aktionstag im Museum statt. Aus Augsburg wird dazu die Römertruppe Legio XXI Rapax nach Künzing kommen. Bezugnehmend auf die Ausstellung wird an diesem Tag in lebendiger Weise Ausrüstung sowie Alltagsleben in römischer Zeit vorgeführt.

Diese Ausstellung wurde durch Mules-of-Marius.de erstellt und wird in Kooperation mit Mules-of-Marius.de im Museum Quintana präsentiert.

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Öffnungszeiten: täglich außer montags  10.00 – 16.00 Uhr

12.12. – 26.12.2017 geschlossen

 

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28.04. – 30.07.2017

Grüner Klee und Dynamit

Der Stickstoff und das Leben

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Die Sonderausstellung „Grüner Klee und Dynamit – Der Stickstoff und das Leben“ erzählt die Geschichte des Stickstoffs mit vielen einzigartigen Exponaten. Sie erläutert die biologische Bedeutung des Stickstoffs, seine ökologische Problematik, aber auch seine politische Relevanz. Mittelalterliche Ateliers der Alchemisten und Salpeterer werden reizvoll kontrastiert durch moderne Hochtechnologie. Viele interaktive Elemente machen den Stoff und seine Geschichte begreifbar.

Die Haber-Bosch-Synthese, mit der seit 100 Jahren Stickstoffdünger aus Luft und Erdgas hergestellt wird, aber auch Sprengstoffe, wird oft als wichtigste Erfindung des 20. Jahrhunderts bezeichnet. Warum dies zu Recht behauptet werden darf, dies erfährt man in der Ausstellung.

Während die Atmosphäre elementaren Stickstoff im Überfluss enthält, ist reaktiver Stickstoff, der Motor allen biologischen Wachstums, in der Natur knapp. Nur bestimmte Bakterien und Gewitter liefern begrenzt Nachschub. Damit waren bislang unverrückbare Grenzen, auch für den Menschen gesetzt. Die Nahrungsmittelproduktion war über Jahrhunderte hinweg durch das natürliche Stickstofflimit begrenzt. Dank der industriellen Stickstoffsynthese ist reaktiver Stickstoff aber im Überfluss herstellbar. Und er wird auch seit nun 100 Jahren in stetig steigender Menge produziert. Damit konnten die Ernten auf den jeweiligen Ackerflächen weltweit verdoppelt werden und zuvor nicht beackerbare Flächen ließen sich nun landwirtschaftlich nutzen. Das enorme Bevölkerungswachstum, derzeit leben 7 Milliarden Menschen auf der Erde, wäre ohne dieses Verfahren nicht möglich.

Die Haber-Bosch-Synthese hat die Nahrungsrestriktionen des Menschen und der mit ihm verbundenen Lebewesen gesprengt. Nunmehr sind wir gefordert, uns selbst Grenzen zu setzen. Während es früher zu wenig reaktiven Stickstoff für den Menschen und seine Nahrungsmittelproduktion gab, gibt es nun in vielen Ökosystemen zu viel davon. Der Planet Erde verträgt keine beliebig steigende Stickstoffmenge. Und die unbegrenzt wachsende Bevölkerung erzeugt politische und ökologische Konflikte.

Darin liegt die welthistorische Bedeutung dieses Verfahrens. Auch lieferte das Haber-Bosch-Verfahren ganz wörtlich eine explosive Substanz: Reaktiver Stickstoff ist die Grundsubstanz fast aller konventioneller Sprengstoffe. So wäre der Straßen-, Eisenbahn- und Tunnelbau ohne diesen nicht so schnell voran gegangen. Die großen Kriege des 20. Jahrhunderts hätten zwar wohl auch ohne das Haber-Bosch-Verfahren stattgefunden, sie wären aber vermutlich kürzer gewesen, weil die Munition schneller ausgegangen wäre.

Die Ausstellung zeigt, dass die Geschichte des Stickstoffs immer mehr vom Menschen geprägt wird. Und auch die Zukunft wird von uns abhängen, von unserer technischen Phantasie und von unserem politischen Mut. Während es vor 100 Jahren darum ging, Grenzen zu überwinden, wird es in Zukunft auch darum gehen, dass wir uns selbst Grenzen setzen: dort nämlich, wo die natürlichen Grenzen aufgehoben wurden.

In „Grüner Klee und Dynamit – Der Stickstoff und das Leben“ werden die Besucher auf die spannende Reise durch die Geschichte des Stickstoffs mitgenommen. Dabei können sie diesen außergewöhnlichen Stoff in all seinen Facetten erleben. Besucher aller Altersgruppen erfahren auf unterhaltsame Art neben Bekanntem viele neue Aspekte, positive wie negative, dieses allgegenwärtigen Stoffes und werden zum Mitmachen wie zum Nachdenken angeregt.

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Diese Ausstellung ist auch hervorragend für einen Unterrichtsbesuch geeignet. Mit zusätzlichen Materialien aus dem Museumskoffer lassen sich die Inhalte der Ausstellung vertiefen. Zu Ihrer Vorbereitung können Sie die Texte der Ausstellung hier herunterladen. Für weitere Auskünfte sowie Terminbuchungen wenden Sie sich bitte an unsere Museumskasse, Tel.: 08549 – 973112.

Arbeitsheft Grüner Klee  ZUM DOWNLOAD

Diese Wanderausstellung wurde vom Wissenschaftzentrum Umwelt der Univeristät Augsburg erstellt.

Weitere Inhalte siehe: www.stickstoffausstellung.de

 

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 08.03. – 02.04.2017

Lebensader Donau

In der Zeit von 8. März bis 2. April 2017 zeigt das Museum Quintana – Archäologie in Künzing die Wanderausstellung „Lebensader Donau“.  Die Ausstellung zeigt in komprimierter und ansprechend gestalteter Form die Inhalte des großen Informationszentrums im Deggendorfer Schiffmeisterhaus zum Großprojekt Donauausbau, Wasserstraßenausbau und Hochwasserschutz. Dabei können auf einem PC Terminal zusätzlich alle Filme und Animationen aus dem Schiffmeisterhaus betrachtet werden.

Die Ausstellung wird von der RMD Wasserstraßen GmbH, die den Donauausbau als Vorhabensträger im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Bayern durchführt, zur Verfügung gestellt.

Der Eintritt zu den regulären Öffnungszeiten des Museums ist frei.

 

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 12.01. – 26.02.2017

Denkmal im Wald

 

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Bayerns Wälder sind eine bedeutende Quelle für unsere Geschichte. Geschützt durch dichten Bewuchs, haben sich die unterschiedlichsten Bodendenkmäler erhalten. Bis heute sind die Relikte von Siedlungen, Bestattungsplätzen und Befestigungsanlagen noch gut im Wald erkennbar.

Um auf diese Schätze in unserer Heimat hinzuweisen, aber auch um das Bewusstsein auf mögliche Zerstörungen durch die Waldwirtschaft zu schärfen, veranstaltet die Staatliche Forstverwaltung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf diese Sonderausstellung im Museum Quintana.

Eintritt frei

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5.10.2016 – 9.1.2017

Kakao & Schokolade –  Mitmachausstellung

Für Kinder ist sie meist ein ganz besonderes Vergnügen: Die Schokolade! Gerade die Kleinen wissen aber oft nur wenig über die Herkunft und Herstellung der süßen Leckerei.Die kleinen und großen Besucher haben die Gelegenheit in der Sonderausstellung „Kakao & Schokolade“ Spannendes und Wissenswertes aus der Welt der Schokolade zu entdecken.

Die „Reise“ beginnt im tropischen Regenwald. Die Kinder erfahren, dass dieser sich wie ein Gürtel um den Bauch der Erde legt und Kakaobäume nur dort wachsen. Die Kakaofrüchte vermitteln einen Eindruck von der Herkunft des wichtigsten Inhaltsstoffes. Die frischen Früchte werden geöffnet und untersucht. Weiter führt uns unsere Reise auf eine afrikanische Plantage. Dort ernten die Bauern die reifen Kakaofrüchte und häufen deren Inhalt zur Fermentierung auf Bananenblätter auf. Diese werden später unter der heißen Äquatorsonne zum Trocknen auf Trockenböden ausgelegt. Was ist Fermentierung und wie sehen die Bohnen nach der Fermentierung aus?

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Cortez, der spanische Eroberer, brachte 1519 die Kakaobohnen nach Europa. Welche Folgen hatte die Begegnung von “Cortez“ und “Montezuma“? Mit Hilfe eines mexikanischen Reibsteins lässt sich mit eigenen Händen erfahren, wie Kakaobohnen vor 500 Jahren verarbeitet wurden. Geröstete Kakaobohnen werden zu Pulver zerrieben und es kann auch etwas davon genascht werden. Es beginnt nach Kakao zu duften. Nach einem kurzen Einblick in die Welt Montezumas und seines speziellen Kakaorezeptes geht es weiter zur modernen Schokoladenherstellung.

Von Südamerika in das Europa des 18. Jahrhundert angekommen, finden wir heraus, warum damals nur Adelige Schokolade getrunken haben. Ein weiterer Zeitsprung bringt uns in unsere moderne Zeit. In der Schokoladenwerkstatt stellen wir nun unsere eigene Schokolade her. Welche Zutaten brauchen wir dazu? Und wie wird die Schokolade süß? Hier wird gewogen, gemessen gerührt und am Ende lockt ein leckeres Ergebnis. Naschen ist natürlich erlaubt!

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Wie bei allen anderen Ausstellungen des Kinder & Jugendmuseums Nürnberg wurden Konzeption und Gestaltung dieser Sonderausstellung darauf ausgerichtet, Kinder mit all ihren Sinnen anzusprechen.

Eine Ausstellung des Museums im Koffer e.v. Nürnberg & Ferrero Deutschland GmbH mit freundlicher Unterstützung durch das Infozentrum Schokolade

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 15. 4. – 25. 9. 2916

„7000 Jahre Bier und Wein“

Grundnahrungsmittel und Luxus

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Heute konsumieren wir Bier und Wein als selbstverständlich zur Verfügung stehende Genussmittel. Doch seit wann stellen Menschen diese alkoholischen Getränke her? Und in welchem gesellschaftlichen Umfeld wurden Sie in der Geschichte genossen? Archäologische Fundstücke aber auch zeitgenössische Quellentexte ermöglichen es, die Geschichte von Bier und Wein mehr als 7000 Jahre in die Vergangenheit zurückzuverfolgen. Nach neuesten Erkenntnissen gab das Brauen von Bier den ersten Anlass, in Mesopotamien Getreide anzubauen. Sesshaftigkeit und bäuerliche Kultur entwickelten sich hieraus und breiteten sich im Zuge der „jungsteinzeitliche Revolution“ in den Westen aus. Damit begann auch der Siegeszug des Bieres als zugleich nahrhaftes wie berauschendes Getränk.

Moderne Abrollung eines Akkadisches Rollsiegel aus Isin, Südirak
Moderne Abrollung eines Akkadisches Rollsiegel aus Isin, Südirak, Institut für Vorderasiat. Archäologie, LMU München

“Wer das Bier nicht kennt, weiß nicht was gut ist!“, heißt es in einem Keilschrifttext des 3. Jahrtausends vor Christus aus Mesopotamien. Das Zitat beschreibt lebensnah, dass Bier in dieser Region auch in der Bronzezeit als alkoholisches Getränk hoch geschätzt wurde. Dort wie auch im alten Ägypten gehörten mehrere Krüge Bier zur regelhaften Entlohnung von Arbeitern. In unserer Region war Bier bei Kelten und Bajuwaren war Bier ein gern konsumiertes Getränk. Auch für die nördlichen Provinzen des Römischen Reiches sind die Produktion und der Konsum von Bier belegt.

Weinsieb a.s. Künzinger Römerschatz, Museum Quintana & Archäolog. Staatssammlung München
Weinsieb aus dem Künzinger Römerschatz, Museum Quintana & Archäologische Staatssammlung München
Attischer Weinbecher, Antikenmuseum der Univ. Heidelberg
Attischer Weinbecher, Antikenmuseum der Univ. Heidelberg

Die Geschichte des Weinbaus ist eng mit der Entwicklung der frühen Hochkulturen verbunden. In der griechisch-römischen Antike war der Wein das höher geschätzte Getränk. Daher findet die Weinkultur der Antike ihren Höhepunkt in Griechenland und dem Römischen Reich. Mit ihr verbindet sich der Kult des Weingottes, Dionysos bzw. Bacchus: „Die Schläfen mit grünem Weinlaub geschmückt, führt Bacchus die Wünsche der Menschen guter Erfüllung zu“ (Horaz).

Für das Trinken von Wein wurden v. a. in Griechenland eigene Gefäßformen, wie die figürlich bemalten Trinkschalen, entwickelt. Eine ganz besondere Bedeutung erhielt das Weintrinken in den Symposien des klassischen Griechenlandes, den geselligen Abendeinladungen der staatstragenden Elite in Athen. Im Römischen Reich wurde Wein in großen Mengen produziert. Er wurde als Alltagsgetränk genossen und weltweit exportiert. Der römische Schriftsteller Plinius der Ältere zählt 165 unterschiedliche Rebsorten auf.

Die Ausstellung führt in sieben Themenbereichen durch die Entwicklung der Herstellung und die Kultur des Konsums von Bier und Wein und wird durch zahlreiche hochkarätige Ausstellungsobjekte bereichert.

Gefördert aus Mitteln des Kulturfonds Bayern 2016 und der                                                                     Kulturstiftung des Bezirks Niederbayern.

 

Veranstaltungen:

Sonntag, 22. 05.2016, Internationaler Museumstag

10.30 Uhr und 16.00 Uhr: Führungen durch die Sonderausstellung

11.00 Uhr, 12.30 Uhr, 13.00 Uhr, 14.00 Uhr, 15.00 Uhr: Bierbrauen im bronzezeitlichen Orient, Seminar mit Bierprobe

 

Öffentliche Führungen:

Jeweils 15.00 Uhr:

Di 3. Mai, Di. 31. Mai, Mi 15. Juni, Do 30. Juni, Mi 20. Juli

sowie am Mittwoch, 14.09. und Donnerstag, 22.09.2016

Zu dieser Ausstellung ist ein Begleitheft zum Preis von 4,00 € erhältlich.