Archäologie in Künzing

Künzing gilt als der älteste Ort im Landkreis Deggendorf. Als attraktiven Siedlungsplatz haben Menschen den Ort schon vor 7000 Jahren entdeckt: In einer Siedlung der Jungsteinzeit beginnt hier die bäuerliche Landwirtschaft im Donautal. Neben dem kleinen Dorf wurde als zentraler Kult- oder Kalenderbau eine gewaltige Kreisgrabenanlage errichtet, die der Beobachtung der Gestirne diente.
Ab diesem Zeitpunkt reißen die Besiedlungsspuren nicht mehr ab: Über Funde aus ein großen bronzezeitlichen Gräberfeld und Hinterlassenschaften der Kelten spannt sich der Bogen bis zum römischen Kastell, das hier in späten 1. Jahrhundert nach Christus errichtet wird.
Berühmt wurde Künzing in jüngster Zeit durch die sensationelle Entdeckungen: 1998 wurde ein Heiligtum des orientalischen Gottes Mithras ausgegraben. 2003 schließlich machte Künzing mit der Entdeckung eines hölzernen Amphitheaters Schlagzeilen. Der Themenweg „Die Römer in Künzing“ führt zu den römischen Fundstellen; eine Teilrekonstruktion des hölzernen Amphitheaters lässt die Ausmaße des antiken Baues vor den Augen des Betrachters erstehen.