Museumsgeschichte

Die seit den 1960er und intensiver ab den 1980er Jahren durch die Kreisarchäologie Deggendorf durchgeführten archäologischen Grabungen in Künzing schürten naturgemäß das Interesse in der Gemeinde an der eigenen Geschichte. Daher hatte sich 1990 unter Vorsitz von W. Friedenberger der örtliche Museumsverein mit dem Ziel gegründet, die reichen archäologischen Funde aus dem Gemeindegebiet in einem Museum an Ort und Stelle der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ein Vorhaben, das auch vom damaligen 1. Bürgermeister S. Steinhuber mit großem  Engagement vertreten wurde.

In einer für die Vorbereitungsarbeiten eingerichteten Museumswerkstatt wurde, beraten durch den Kreisarchäologen K. Schmotz, das archäologische Material gesichtet, teilweise restauriert und wissenschaftlich bearbeitet. An der Erarbeitung des Ausstellungskonzepts unter Federführung von R. Ganslmeier und H. Lüdemann waren unterstützend Wissenschaftler der Landesstelle für die nichtsstaatlichen Museen und des bayer. Landesamtes für Denkmalpflege beteiligt. In der Endphase der Ausstellungsvorbereitung wurde die Restaurierung der Objekte von Restauratoren in den Projektwerkstätten des Landesamtes für Denkmalpflege vollendet.

Am 29. Oktober 1999 wurde der Grundstein für das Museumsgebäude, in dem sich heute auch das Rathaus der Gemeinde Künzing befindet, gelegt. Im Oktober 2000 nahm schließlich die erste Museumsleiterin, E. Bayer-Niemeier, ihre Tätigkeit auf und setzte die in den Vorjahren entstandenen Konzepte für die Dauerausstellungen des Museums im Neubau um. Die Einrichtung  konnte dann am 20. Juli 2001 mit der Eröffnung des Museum Quintana in Trägerschaft der Gemeinde Künzing durch den Altbundespräsidenten Roman Herzog abgeschlossen werden.