Themenweg

Das römische Hilfstruppenkastell und die umgebende Siedlung Quintanis entstanden gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. Das Kastell war Teil der monumentalen Grenz- und Verteidigungsanalge des Römischen Reiches im Norden des sogenannten Donaulimes.

Durch den modernen Ortskern von Künzing sind die baulichen Reste der römischen Vergangenheit heute überbaut und für den Besucher nicht mehr erkennbar. Der Themenweg „Die Römer in Künzing“ bietet einen kurzen Rundgang durch den Ort zu den fünf wichtigsten Stationen der ehemaligen römischen Bebauung.

Wegbeschreibung

Vom Museum ausgehend überqueren Sie zunächst die Bundesstraße B8 (Osterhofener Straße), die das römische Kastell von West nach Ost quert. Sie folgen der Straße nach links in Richtung Osten. Nach Überqueren der Schulstraße liegt rechts die Station Fahnenheiligtum (4).

Folgen Sie zur Station Amphitheater (1) dann der Schulstraße weiter Richtung Süden, gehen an der Kohortenstraße nach links, die nach ca. 100 m zur Anlage der Teilrekonstruktion führt.

Zur Station Mithräum (2) folgen Sie der Straße weiter nach Osten und biegen an der Kreuzung nach links in den Mithrasweg ein. Die Tafel finden Sie ca. 20 m weiter an der rechten Straßenseite.

Zur Station Kirche (5) folgen Sie der Straße weiter bis zur B8, gehen links zurück Richtung Museum, biegen jedoch am Kirchenweg rechts Richtung Kirche ab. Schon vom Friedhofstor aus ist die Themenwegtafel an der gegenüberliegenden Mauer zu erkennen.

Zur letzten Station Thermen (3) gehen Sie am Museum vorbei Richtung Sparkasse. Hinter der Sparkasse, in Fortsetzung des Freigeländes des Museums, erreichen Sie den Standort der römischen Thermen.

Stereoskope – Blick in die Vergangenheit

Mit der Aufstellung der stereoskopischen Bildsäulen, einfacher als „Guckis“ bezeichnet, kann nun an drei Standorten diese Vorstellung wieder gewonnen werden: Wie mit einem „Fernrohr in die Vergangenheit“ kann der Betrachter mit dem Blick durch die Optik der Guckis jeweils digitale Rekonstruktionen der antiken Bauwerke sehen. Zugrunde liegt dabei immer der Gedanke: Was hätte ein Römer vor etwa 2000 Jahren genau an dieser Stelle sehen können? Für alle Ansichten ist der gleiche Zeitstellung, die vierte Bauphase des Kastells gewählt, da sich aus dieser Zeit der einzige steinerne Baurest erhalten hat, die massiven Fundamente des sogenannten Fahnenheiligtums.

Gleich zwei der Bildsäulen befinden sich am Platz vor dem Museum mit Blickrichtung auf die nach Osten verlaufende B 8: Sie zeigen aus der Zivilsiedlung heraus die Kastellummauerung von außen mit Blick auf das Westtor ins Kastell.  Beide Säulen geben dieselbe Ansicht wieder, damit auch Besuchergruppen ohne allzu lange Wartezeiten diesen Blick wahrnehmen können. Die dritte Bildsäule wurde vor dem Schulgebäude mit Blick auf die Schulstraße Richtung Süden errichtet. Die vierte Bildsäule findet sich etwas abseits am heutigen Mithrasweg zwischen Tankstelle und Rosenium.

Die Errichtung der Bildsäulen wurde für die Gemeinde Künzing im Projekt „AB119 – Inwertsetzung der römischen Kulturstätten in Ostbayern und Oberösterreich“ im Förderprogramm INTERREG V-A  Österreich – Bayern 2014 – 2020 mit dem Lead-Partner Tourismusverband Ostbayern e.V. ermöglicht.