Dauerausstellungen

Mit seinem Rundgang tritt der Besucher im Untergeschoss des Museums eine Zeitreise durch 7.000 Jahre ununterbrochener Besiedlungs-Geschichte an, die hier, stellvertretend für den gesamten Landkreis, an Funden aus dem Ortgebiet dargelegt wird. Bereits 5.000 Jahre v. Chr. kann hier als erste sesshafte Gruppe eine große Dorfgemeinschaft nachgewiesen werden, die als gewaltigen Kult- oder Kalenderbau die Kreisgrabenanlage von Künzing-Unternberg erstellte. Ab diesem Zeitpunkt reißen die Besiedlungsspuren nicht mehr ab: Über Funde aus ein großen bronzezeitlichen Gräberfeld und Hinterlassenschaften der Kelten spannt sich der Bogen bis zum römischen Kastell, das hier in späten 1. Jahrhundert nach Christus errichtet wird.

Einblick in die Römerabteilung

Den Funden aus dem Kastell und der dazugehörigen Siedlung ist eine große Abteilung im Obergeschoss des Museums gewidmet: Begrüßt von der lebensgroßen Figur eines Feldherrn vor seinen Truppen erfährt der Besucher alles über römisches Leben in Künzing-Quintana, da die Exponate auch den Alltag dieser Zeit spiegeln. Der militärische Aspekt des Kastells tritt bei der Betrachtung von acht Metallhortfunden vor Augen: Sie beinhalten nicht nur eine breite Auswahl an Waffen und Geräten der Soldaten, sondern erzählen auch die Geschichte vom gewaltsamen Ende des Kastells im 3. Jahrhundert nach Christus: Als Beutestücke aus Überfällen von den germanischen Angreifern vergraben, waren sie bei deren Rückzug zurückgelassen worden.

Eine Treppe führt in einen kleinen Raum unter dem Spitzgiebel des Saales: die hier untergebrachte graphische Abteilung zeigt Druckgraphiken ab dem 16. Jahrhundert, die sich mit dem Thema Hl. Severin beschäftigen, eine Sammlung des Museumsvereins.

Vom Römersaal gelangt man über eine Treppe ins Erdgeschoß, wo sich vor dem Ausgang rechts die Abteilung Spätantike/Frühmittelalter öffnet. Schrifttafeln informieren über das – in der zeitgenössischen Quelle der Severinsvita des Eugippius gut überlieferte Geschehen am Donaulimes im 5. Jahrhundert n. Chr. Die Funde aus dieser Zeit stammen vornehmlich aus Gräbern aus dem Ortszentrum. Ebenfalls aus einem Gräberfeld geborgen wurden die hier ausgestellten frühmittelalterlichen Funde aus Künzing-Bruck, die den ersten Bajuwaren in Künzing zugeordnet werden können.