Metallzeiten

Im 3. Jahrtausend vor Christus gelang es, den Werkstoff Bronze, eine Legierung aus Kupfer und Zinn, herzustellen, die der Bronzezeit ihren Namen gab. Eine eindrucksvolle Auswahl von Funden zeigt, dass aus dem zunächst sehr wertvollen Material v.a. Waffen und Schmuck, gefertigt wurden.

Archäologische Untersuchungen brachten in Künzing einen der größten und bedeutendsten Bestattungsplätze der späten Bronze- und frühen Eisenzeit in Süddeutschland zu Tage. Die über 800 Grablegen wurden in einem Zeitraum vom späten 11. bis zum beginnenden 5. Jahrhundert v. Chr., also während der Urnenfelder- und Hallstattzeit, dem Boden übergeben.

Mehrere Grabbefunde mit reichen Beigaben weisen auf Bestattungen herausragender Personen hin. Bereits 2003 kam ein mit Zaumzeug und Wagenteilen ausgestattetes Urnengrab zu Tage, 2008 wurde ein weiteres, außerordentlich reich ausgestattetes Grab geborgen. In der größten Urne des Gräberfeldes kamen neben Zaumzeug und Wagenteilen auch zwei Bronzegefäßen zu Tage: Ein bronzenes Schöpfgefäß sowie ein größeres amphorenähnliches Gefäß aus Bronzeblech, für das sich europaweit nur sehr wenige Parallelen finden lassen.

Auch verschiedene andere Handwerkszweige zeigen eine deutliche Weiterentwicklung: Beispiele dafür sind etwa ein urnenzeitlicher Webstuhl, im Museum als gebrauchsfähiges Modell nachgebaut, wie auch die nun mit verschiedenem Dekor versehenen Tongefäße.